Strom ohne Atom


Publik Forum hilft aufklären über Strategien der Atomlobby


Publik-Forum | Strom ohne Atom

Der Konflikt um die Atomkraft spitzt sich zu. Die Bundesregierung hat beschlossen, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Damit gehorcht sie der Atomlobby. Angela Merkel gefährdet so auch die Zukunft der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Ob die Verfassungsklagen der Opposition das Gesetz noch kippen können, wissen wir nicht.

Doch noch ist nicht aller Tage Abend. Sich zu engagieren lohnt auf jeden Fall. Millionen Menschen sagen »Atomkraft? Nein danke!« und fordern Strom ohne Atom. Publik-Forum hat zusammen mit attac, BUND, campact, der Evangelischen Studierenden-Gemeinde, der Katholischen Landjugend-Bewegung, Franz Alts Sonnenseite und X-tausendmalquer ein Kampagnen-Dossier erstellt. In der Publik-Forum Ausgabe Nr. 20 ist das Dossier beigeheftet.

Dieses Dossier entlarvt die Strategien der Atomlobby und benennt die Gefahren durch Atommüll und wachsende Unfallrisiken. Aber noch wichtiger: Es zeigt, wo die Vision »Strom ohne Atom« bereits gelebt wird und wie sie in ganz Deutschland verwirklicht werden kann.

Helft mit, diese Vision zu verbreiten! Hier der Download:  Dossier "Strom ohne Atom" als PDF.

Atomkraft für immer?

Die Regierung gehorcht den großen Energiekonzernen aufs Wort

Von Wolfgang Kessler, Publik Forum




Es geschah im Morgengrauen des 6. September. Um 5.23 Uhr hatten die Spitzen von RWE, E-on, Vattenfall und EnBW mit der Bundesregierung vereinbart, dass ihre 17 Atomreaktoren durchschnittlich zwölf Jahre länger laufen dürfen, als bisher vereinbart. Spätestens um 5.24 Uhr müssen in den Zentralen der Konzerne die Sektkorken geknallt haben.

Auf diese Vereinbarung hatten die Konzernspitzen seit 2001 hingearbeitet. Das war jenes Jahr, in dem sie mit Rot-Grün den langfristigen Ausstieg aus der Atomkraft vereinbaren mussten. Durch zähes Verhandeln und mit dem Druckmittel hoher Entschädigungsforderungen konnten sie den Ausstieg aus der Atomkraft bis etwa 2022 strecken. Für kritische Beobachter war schon damals klar, dass sie alles tun würden, um den Ausstieg zu hintertreiben. Weiterlesen...

Abwrackprämie. Aktion. Argumentation. Atom.

Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) haben zum Atomausstieg kurz vor der Bundestagswahl eine Seite mit Argumenten rund um den Atomstrom veröffentlicht. Gut recherchiert. Ein umfangreiches Material, mit dem ihr arbeiten könnt. Bringt das Thema zur Sprache. Nervt PolitikerInnen. Hier 2 von 100 Argumenten zum Weiterlesen und Handeln.


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Eine Energieversorgung aus 100 Prozent Erneuerbaren Energien ist möglich.
Schon heute decken Erneuerbare Energien mehr als ein Sechstel des Weltenergieverbrauchs. Öl, Gas, Kohle& und Uran gehen zur Neige, die Erderwärmung nimmt zu. Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie wird es geben, solange es die Erde gibt. Die Umstellung unserer Energieversorgung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien ist möglich. Es ist auch die einzige Chance, die uns bleibt.

Atomkraft kann keinen nennenswerten Beitrag zur Energieversorgung leisten.
Alle 436 Atomkraftwerke der Welt decken mit ihrer Stromproduktion nur etwas mehr als zwei Prozent des gesamten Weltenergiebedarfs. Das ist lächerlich wenig.
Wollte man diesen Anteil auch nur auf zehn Prozent steigern, müsste man, bei gleichbleibendem Energieverbrauch, rund 1.600 zusätzliche Atomkraftwerke bauen. Die Uranvorräte wären dann in gut zehn Jahren aufgebraucht. Anschließend müsste man Alternativen suchen – zum Beispiel die Erneuerbaren Energien.

P.S.: Sauberer Strom zu guten Preisen– in ganz Deutschland! Die EWS sind aus einer Bürgerintiative entstanden und konnten in einer spektakulären Aktion das örtliche Stromnetz übernehmen. Gemeinsam mit Umweltverbänden und Bürgerinitiativen setzen die EWS sich für eine ökologische, dezentrale und bürgereigene Energieversorgung ein. Als einziger bundesweiter Ökostromanbieter betreiben die EWS Stromnetze und bieten viele Angebote und umfassende Informationen zur Optimierung des Energieverbrauches. (Wir sind seit 2 Jahren auch rundum zufriedene Kunden bei den EWS.) mehr lesen...


Friedemann.