Nächstenliebe verlangt Klarheit -


Zum aktuellen Stand.


Mittlerweile haben über 300 Menschen den Aufruf "Nächstenliebe verlangt Klarheit - Kein Naziaufmarsch, nirgendwo" unterschrieben. Darüber freuen wir uns sehr und hoffen, dass es einigen von Ihnen und Euch auch möglich sein wird, am kommenden Montag, den 13. Februar 2012 nach Dresden zu kommen und sich an den Protesten zu beteiligen. Mittlerweile ruft u.a. auch der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stefan Kramer, zu Beteiligung an den Blockaden in Dresden auf: http://www.zentralratdjuden.de/de/topic/70.html.

Alle diejenigen, die sich an unserem christlichen Protest- und Blockadepunkt im Kontext von Dresden Nazifrei“ beteiligen wollen, bitten wir am 13. Februar ab 16:30 Uhr zu unserem Sammelpunkt am Dippoldiswalder Platz zu kommen. Von dort aus werden wir dann flexibel – und sicherlich mit vielen anderen gemeinsam – an den Protesten teilnehmen. Sichtbar gekennzeichnet ist unser Block durch das Transparent „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Neonazis stoppen, überall“.

Wir sind ab 10 Uhr am Montag, den 13. Februar 2012 mobil erreichbar unter 0163-7167136 oder https://twitter.com/#!/ASF_DD_Nazifrei. Bitte geben Sie/gebt uns doch nochmal übers Wochenende ein Signal, ob Sie/Ihr in Dresden dabei sein könnt.

Für diejenigen, die schon ab mittags in Dresden sein werden, bietet sich eine Beteiligung am „Täterspurenrundgang“ in Dresden ab 13 Uhr am Comeniusplatz an der Villa des ehemaligen NSDAP-Gauleiters Mutschmann an. Nähere Informationen unter www.dresden-nazifrei.com.

Von 17.00 bis 18.15 Uhr soll es zudem eine Menschenkette um die Innenstadt und hinüber zum Neustädter Elbufer zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens vor 67 Jahren geben (Nähere Informationen: http://13februar.dresden.de/de/menschenkette.php. Direkt im Anschluss an die Menschenkette besteht die Möglichkeit, von Prominenten begleitet zum Neonaziaufmarsch zu gehen

Grundsätzlich freuen wir uns, dass die Neonazis am 18. Februar keinen weiteren Aufmarsch angemeldet haben, dass unser Aufruf zu einer spannenden Debatte über Protestformen im kirchlichen Kontext geführt hat und dass so viele unterschiedliche Menschen und Institutionen zu den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch am 13.2.2012 in Dresden aufrufen.

Daher Euch und Ihnen nochmals ein herzliches Danke für das Mitwirken an diesem wichtigen Anliegen.

Mit herzlichen Grüßen,


Friedemann Bringt
Koordination
BAG Kirche und Rechtsextremismus
www.bagkr.de
 
Heike Kleffner
Presse- und Öffentlichkeitsreferentin
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
www.asf-ev.de

Nächstenliebe verlangt Klarheit – Kein Naziaufmarsch, nirgendwo

 



Politiker, Bischöfe, Theologen und kirchlich Engagierte rufen zur Beteiligung an Blockaden gegen Neonaziaufmärsche in Dresden auf

Unter dem Motto „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Kein Naziaufmarsch, nirgendwo“ ruft ein breites Bündnis von mehr als 50 PolitikerInnen, BischöfInnen, PfarrerInnen, TheologInnen, EKD-Synodalen und kirchlich Engagierten zu einer Teilnahme an den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch im Februar 2012 in Dresden auf. Zu den ErstunterzeichnerInnen des Aufrufs gehören u.a. die Bundestagsvizepräsidenten Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) und Wolfgang Thierse (SPD), die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, Ilse Junkermann, der Hannoveraner Landesbischof Ralf Meister sowie Oberkirchenrat Christhard Wagner aus Thüringen und Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).

In dem Aufruf der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) zu einem christlichen Blockadepunkt im Kontext der Proteste gegen die für den 13. und 18. Februar 2012 in Dresden geplanten Neonaziaufmärsche heißt es u.a.: „Gerade als Christinnen und Christen sind wir aufgefordert uns der menschenverachtenden und menschenfeindlichen Ideologie der Neonazis massiv entgegenzustellen. Wir laden alle Menschen ein, sich am 13./18. Februar 2012 unter dem Motto "Nächstenliebe verlangt Klarheit – Keine Naziaufmärsche, nirgendwo" an unserem christlichen Blockadepunkt zu beteiligen.“

Weil wir als Christen und Christinnen das Recht auf freie Meinungsäußerung als hohes Gut schätzen, müssen wir uns denen entschlossen entgegenstellen, die die unveräußerlichen Menschenrechte mit Füßen treten und die Demokratie beseitigen wollen,“ sagt Christian Staffa, Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR). „Von den Kriminalisierungsversuchen zivilen Ungehorsams durch Teile der Politik und Behörden lassen wir uns nicht irritieren. Gewaltfreie Blockaden sind eine Gewissensentscheidung und gehören zum Grundrecht auf freie Meinungsäußerung.“

Der Aufruf kann online unter www.asf-ev.de oder www.bagkr.de unterzeichnet werden.

Für Rückfragen und weitere Informationen:
Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus
c/o Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
Telefon: 030-28395-184
E-Mail: post@bagkr.de
 
Hier noch der "Aufruf Nächstenliebe verlangt Klarheit" als PDF

Nachtrag:

Seit Veröffentlichung des Aufrufs am vergangenen Donnerstag haben mehr als 200 Menschen, darunter auch viele aus Sachsen, den Aufruf unterzeichnet. Wie Sie und Ihr sicherlich auch schon mitverfolgt habt, bietet der Aufruf in sächsischen Kirchenkreisen und in der Öffentlichkeit Stoff zur kontroversen Debatte im Umgang mit Neonaziaufmärschen und zur strafrechtlichen Relevanz von Blockaden. Zu unserem Bedauern hat sich auch der sächsische Landesbischof Jochen Bohl öffentlich gegen den Aufruf positioniert. Er war, wie alle anderen auch, von uns Anfang Januar per E-Mail angefragt worden, ob er den Aufruf mit unterzeichnen würde und hatte darauf nicht geantwortet.

Angesichts dessen, dass eine Debatte mit dem Aufruf durchaus beabsichtigt war, sind wir nun auch froh über die Möglichkeit, kirchenintern und öffentlich erklären zu können, warum wir zu einem christlichen Blockadepunkt in Dresden 2012 aufrufen. Neben der Tatsache, dass der EKD-Synodenbeschluss vom 9. November 2011 uns darin bestärkt http://www.ekd.de/synode2011/beschluesse/beschluss_engagement_gegen_rechtsextremismus.html halten wir auch andere Punkte in der Debatte für wichtig:

Zum Beispiel, dass es angesichts der Tatsache, dass die drei Neonazi-Aktivisten des "Nationalsozialistischen Untergrunds" jahrelang ungestört aus dem sächsischen Zwickau Tod und Schrecken im gesamten Bundesgebiet verbreitet haben und dass ein wesentlicher Teil des NSU-Unterstützer-Netzwerks aus Sachsen kommt, auch eine besondere Verantwortung gibt, in Sachsen Neonazis entgegen zu treten.

Zum Beispiel, dass es angesichts des enormen Selbstbewusstseins der Neonaziszene nach dem Bekanntwerden der NSU-Mordserie wichtiger denn je ist, dass die Zivilgesellschaft sich nicht nur bestürzt äußert, sondern auch praktisch Gesicht zeigt und handelt.

Zum Beispiel, dass das klares Handeln gegen rechtsextreme Aufmärsche an vielen Orten unseres Landes bereits dazu geführt hat, dass Neonazis nicht mehr demonstrieren, wie in Jena, Wunsiedel oder Halbe. Euer und Ihr Kommen nach Dresden lohnt sich also.

Nun zum Praktischen:
Inzwischen ist deutlich geworden, dass die Autonomen Nationalisten und die Freien Kräfte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie den angrenzenden Bundesländern am 13. Februar um 18 Uhr zum Fackelmarsch nach Dresden kommen werden. Erwartet werden dabei rund 2.000 Neonazis. Gemeinsam mit unseren Partnern in Dresden, u.a. Mitgliedern Dresdner Junger Gemeinden, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden und dem Bündnis Dresden Nazifrei haben wir daher entschieden, dass der christliche Blockadepunkt sich am 13. Februar im Kontext der Aktivitäten des Bündnisses "Dresden Nazifrei!" stattfinden sollte. Die Überlegung dabei ist auch, dass die Frage, ob die Neonazis am 18.2. dann noch einmal nach Dresden kommen werden, tatsächlich vom Ausgang des 13. Februar abhängen wird.

ASF und das Aktionsbündnis Brandenburg, dessen Vorsitzende Heilgard Asmus ebenfalls Erstunterzeichnerin des Aufrufs ist, werden am 13.2.2012 einen gemeinsamen Bus nach Dresden anbieten: ab 12 Uhr von Berlin, ab 13Uhr von Königs Wusterhausen. Wir wollen uns gegen 17 Uhr den Aktionen des Bündnis "Dresden Nazifrei" anschließen. Rückfahrt ist voraussichtlich ab 21 Uhr von Dresden.

Darüber hinaus finden am Montag, den 13. Februar finden in Dresden unter anderem folgende relevante Veranstaltungen statt:
13.00 - ca. 17.00 Uhr Comeniusplatz Dresden: Mahngang "Täterspuren" des Bündnis "Dresden-Nazifrei"; nähere Informationen:

http://www.dresden-nazifrei.com/index.php?option=com_content&view=article&id=286%3Aankuendigung-rundgang-qtaeterspurenq&catid=42%3Agedenkdiskurs&Itemid=78&lang=de

Direkt im Anschluss an den Mahngang geht es in Richtung des Neonaziaufmarsches weiter.

Zwischen 17.00 - 18.15 »Mit Mut, Respekt und Toleranz – Dresden bekennt Farbe« Menschenkette um die Innenstadt und hinüber zum Neustädter Elbufer zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens vor 67 Jahren; nähere Informationen:

http://13februar.dresden.de/de/menschenkette.php

Direkt im Anschluss an die Menschenkette besteht die Möglichkeit, von Prominenten begleitet zum Neonaziaufmarsch zu gehen.

Wir würden Euch und Sie bitten, die Entscheidung für den 13.2.2012 als Tag des christlichen Blockadepunkts ebenso breit zu kommunizieren wie die Bitte nach weiteren Unterzeichner_innen für den Aufruf auf www.asf-ev.de oder www.bagkr.de.

In diesen Tagen planen wir dann auch das genaue Programm des christlichen Blockadepunkts - und freuen uns sehr auf Ihre und Eure Beiträge bzw. Vorschläge zum Programm.
Bitte geben Sie und Ihr uns doch eine kurze Rückmeldung, ob Sie/Ihr am 13.2.2012 in Dresden dabei sein könnt. Und wenn Sie/Ihr mit dem ASF/AB-Bus reisen möchtet, bitten wir um Anmeldung bis zum 9. Februar 2012 an: probst@asf-ev.de .

Und zur Debatte um den Aufruf:

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Theologe-Bretschneider-haelt-Sitzblockaden-fuer-legitim-artikel7800305.php


http://www.mdr.de/sachsenspiegel/mmg334.html

http://www.epd.de/landesdienst/landesdienst-ost/schwerpunktartikel/bohl-unterst%C3%BCtzt-aufruf-zu-dresdner-massenblockaden

www.asf-ev.de

Evangelische Jugend – Protest gegen Neonaziaufmärsche in Dresden

Ich möchte euch auf einen Aufruf der Evangelischen Jugend Sachsen hinweisen und gleichzeitig fragen, ob wir da nicht auch einen gemeinsamen Sonntagsausflug nach Dresden machen wollen ?

„Als evangelische Jugend finden wir es notwendig zu handeln, wenn Neonazis erneut versuchen einen der größten Aufmärsche Europas in unserer Landeshauptstadt abzuhalten und ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten. Wie im letzten Jahr in Jena, Köln, Berlin und dieses Jahr in Leipzig will sich auch 2011 in Dresden ein breites Bündnis durch Aktionen des zivilen Ungehorsams mit Menschenblockaden den Nazis entgegenstellen.

Als Christen werden wir nicht wegsehen, sondern werden uns in unserer vielfältigen Art und Weise an den Protesten gegen Aktionen von Neonazis rund um den 13. Februar 2011 in Dresden beteiligen. Wir rufen die Evangelische Jugend dazu auf, den Rechtsextremen nicht die Straße zu überlassen, sondern wollen den Neonazis, aber auch Dresden und der Welt zeigen, dass braunes Gedankengut bei uns keinen Raum haben darf und soll.“


Der Landesjugendkonvent ruft alle Einrichtungen und Mitarbeiter der Jugendarbeit in der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens dazu auf, sich diesem Aufruf anzuschließen und über geeignete Wege den Jugendlichen unserer Jugendarbeit zur Kenntnis zu geben. Er hofft, auf diesem Wege so viele Menschen wie möglich zu mobilisieren und am 13. Februar in Dresden zu sehen.

Wunschkartenberg

Aktion Wunschkartenberg - Gegen die Ohnmacht ein Zeichen setzen


Hier möchte ich eine hübsche Idee, die mir die Tage ins Haus geflattert kam, Euch und Ihnen ans Herz legen. Vielleicht fallen uns ja Wünsche ein, von denen wir gar nichts mehr ahnten... Auch eine schöne Beschäftigung in der Friedensdekade.

"Diese Aktion soll ein Zeichen setzen, dass die Regierungen von Bund, Ländern, Gemeinden und nicht zuletzt der Parteien sich wieder um die Probleme und Interessen der Bürger bemühen sollen, und nicht blind dem Kapital und den Lobbyisten nachjagen.
Diese Aktion soll deutlich machen, dass uns, den Bürgern, die Entwicklung Deutschlands und der Welt nicht egal ist. Es ist  kaum möglich, wirksamen Protest zu üben. Viele Aktionen für eine gesunde Zukunft bleiben lokal begrenzt.Die einzelnen Stimmen sind zu leise in dem globalen Lärm.
Deshalb ein sichtbares Zeichen.Ein realer Berg Postkarten mit den Wünschen und Forderungen der Bürger‐ nicht nur zur Weihnachtszeit.
Damit jede kleine Stimme zu einem lauten Aufschrei in Berlin wird.

Am 6. Dezember 2010 eine Postkarte
(keinen Brief oder Paket, wir sind doch keine Terroristen) mit einem Wunsch oder einer Forderung  an den

Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Wichtig ist, dass die Karte am 6.12.2010 auf den Postweg gebracht wird, damit alle zeitgleich ankommen.
Ein paar Wünsche für die, denen es an Worten fehlt:
- Ein Arbeitsplatz muss ein Leben ohne soziale Zuschüsse ermöglichen.
- Unser Reichtum darf nicht auf Kosten der Entwicklungsländer erwirtschaftet werden.
- Der Umgang mit der Natur muss so gestaltet werden, dass nachfolgende Generationen auch noch an den Schätzen der Natur teilhaben.
- An der Bildung und Erziehung der Kinder darf nicht gespart werden!

Das sind nur ein paar Beispiele. Wichtig ist, dass eine Flut an Wünschen und Forderungen eingeht, nicht dass sie besonders gut formuliert sind.

Hinter der Aktion steht keine Partei oder Organisation, sondern einige engagierte Bürger. Jeder Bürger steht für sich selbst und für seinen Wunsch oder seine Forderung. Sie können die Karte auch anonym versenden.Sie unterstützen die Aktion, wenn sie so viele Menschen wie möglich, aller Altersgruppen, dafür begeistern."

Klima prima ? Oder nicht ?

In 10 Wochen beginnen die Abschlussgespräche in Kopenhagen über ein neues UN-Klimaabkommen. Drei Szenarien sind möglich: Die Gespräche scheitern; die Regierungen einigen sich auf ein zahnloses Abkommen oder sie vereinbaren ein globales Abkommen, dass die Welt vor der Klima-Katastrophe rettet.

Gestern ließ der führende Klimawissenschaftler der UNO verlauten, dass der Ausgang der Gespräche "in letzter Minute" entschieden würde. Die Aussichten pendeln, von Tag zu Tag, zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

In Momenten wie diesen -- wenn alles noch offen ist -- kann der Druck der Weltöffentlichkeit den Ausschlag geben.

Deshalb plant Avaaz die größte je dagewesene globale Klima-Mobilisierung: Eine Welle von Aktionen, die auf der Energie des Klima-Weckrufs vom 21. September aufbauen und bis zum Ende der Verhandlungen in Kopenhagen dauern werden. Über die nächsten 10 Wochen hinweg, werden auf wichtige Ereignisse Anzeigen geschaltet, um "Helden" zu unterstützen und "Sünder" anzuprangern. Gemeinsam mit anderen Organisatoren werden neue Online-Tools entwickelt, um am 12. Dezember einen gigantischen Aktionstag abzuhalten, den kein Entscheidungsträger ignorieren kann.

Gemeinsam können wir die Verhandlungen entscheidend beeinflussen. Aber dafür brauchen wir Ressourcen. Wenn jetzt Tausende von uns einen kleinen Betrag spenden, können wir den Druck auf die Entscheidungsträger mit einer Serie von intelligenten Klima-Aktionen maßgebend erhöhen. Jede - auch ganz kleine Spende - hilft, die Aktionen zu unterstützen. Hier ein Direktlink auf die Seite von Avaaz:

https://secure.avaaz.org/de/climate_needs_us/98.php?CLICK_TF_TRACK

Noch vor einem Monat sahen die Aussichten auf ein weltweites Klimaabkommen düster aus. Doch im September brachten Avaaz-Mitglieder und Partnerorganisationen Bewegung in die Sache und überschwemmten Regierungsvertreter mit Telefonanrufen, in denen entschiedene Schritte beim Klimaschutz gefordert wurden – die Regierungen haben daraufhin begonnen, wirkliche Zusagen zu machen – in großen Schritten von Japan bis Norwegen. Gordon Brown aus Großbritannien und Lula aus Brasilien haben sich verpflichtet, persönlich an den Gesprächen in Kopenhagen teilzunehmen. Ein Abkommen schien einmal mehr möglich.

Doch mit dem Anwachsen der Hoffnung wurde auch die Opposition entschlossener. Die Lobby für fossile Brennstoffe macht Überstunden, um ein wichtiges Klimapapier im US-Senat zu blockieren. Deutschlands neue konservative Regierung weicht unter dem Druck der Industrie zurück. Und die fortdauernde Hartnäckigkeit von Ländern wie Kanada und Russland, sowie heikle Gespräche, um die Kluft zwischen den armen und reichen Nationen zu schließen, haben die Fortschritte der letzten Wochen – vorsichtig ausgedrückt – brüchig werden lassen.

Sehen wir zu, dass wir nicht zurückbleiben, wenn man uns am meisten braucht. Helfen Sie uns, die anspruchsvollste, mutigste und größte globale Klimakampagne der Weltgeschichte zu finanzieren.

Wir können nicht immer kontrollieren, was unsere Regierungen in unserem Namen entscheiden, aber wir wissen, dass wir darauf einwirken können. Kommende Generationen werden von den Entscheidungen betroffen sein, die heute getroffen werden, doch nur wir haben die Macht, sie zu verändern. Es ist keine Zeit für Ruhe. Nutzen wir den Moment – gemeinsam.

P.S.: Die erste Phase des Kyoto-Protokolls – des weltweit ersten verbindlichen Klimaabkommens – läuft im Jahr 2012 aus. Die Gespräche diesen Dezember in Kopenhagen entscheiden darüber, was weiterhin passiert. Diese Gespräche wurden während dreier ereignisreicher Jahre vorbereitet – wenn sie scheitern, dauert es Jahre, um wieder an diesen Punkt zu gelangen.

Wir sind eine Macht – U18 wählt

Schon seit einigen Jahren läuft eine Aktion mit Namen U18, mit der Jugendliche unter 18 Jahren die Chance haben, selbst an einer Bundestagswahl teilzunehmen - auch wenn sie das "eigentlich" noch nicht dürfen. Die U18-Wahl am 18.09.2009 ist analog zur neun Tage später folgenden, echten Bundestagswahl organisiert.

Dass diese Stimmen eine Macht haben, wissen die meisten PolitikerInnen. Vielleicht sträuben sich deshalb so viele gegen das Anliegen der Aktion, das Wahlalter auf 16 herabzusetzen ? Sind junge Menschen U18 wirklich nicht in der Lage, für ihre Interessen zu entscheiden ? Wenn sie es könnten, würden sich die Verhältnisse in der Parteienlandschaft wohl ziemlich ändern. Das wäre ein Stück mehr Demokratie - auch wenn es vielleicht ein unbequemes Stück wäre...

Aktion U18

Hier kannst Du Dir die Aktion U18 direkt anschauen und mitmachen - wenn Du willst.

Friedemann.

Wählen gehn !

Am Sonntag wiedermal Wahlen. Die Plakate an den Straßenrändern sind nicht zu übersehn. Meist  aber auch nicht sehr aussagefähig. Manche sind sympatisch oder sind einfach von der besseren PR-Agentur entworfen. Leider sind in manchen Dörfern nur Plakate der NPD zu entdecken. Gibt es dort keine anderen Parteien ? Diese Plakate - immer ganz oben an den Laternenmasten - stechen hervor durch ihre absolute Eingängigkeit der Slogans (3 Worte kann sich jeder merken) und ihr bewusstes Provozieren (siehe Görlitz). Schön, dass sich dort BügerInnen zu Protesten aufgemacht haben. Darüber ist in der gestrigen SZ zu lesen. Dass die Wahlkämpfer der NPD auch Verunglimpfung und Rufmord von engagierten Personen aus der Region nicht scheuen, zeigt mir, dass hier wirklich mit allen Mitteln um die Macht gekämpft wird. Freundliche Worte und Schulterzucken sind deshalb zu wenig.

In einer Bibelarbeit beim Evangelischen Kirchentag in Bremen kam die Bischöfin Margot Käßmann auch auf die NPD zu sprechen: "Um gute Nachbarschaft geht es, um mutige Nächstenliebe, etwa wenn im Wahlprogramm der NPD die Rede ist von „psychologischer Kriegsführung jüdischer Machtgruppen gegen unser Volk“. Die NPD erklärt, Deutscher könne nur sein, wer „in die ethnisch- kulturelle Gemeinschaft des deutschen Volkes hineingeboren wurde.“ Die NPD sagt: „Afrikaner und Orientalen gehören ganz bestimmt nicht nach Deutschland“. Dass eine Partei, die derart fremdenfeindliche Parolen von sich gibt, die niederste Instinkte der Abwehr schürt und offen antijüdisch argumentiert, nicht verboten werden kann in unserem Land, das will ich nicht verstehen müssen." Sie kommt unmißverständlich zum Schluss, eine solche Partei ist für einen Christen nicht wählbar... Jesus Christus, selbst bekennender Jude, setzte sich für alle Menschen ein. Sein Kriterium war nicht Hautfarbe oder Nationalität, sondern einzig und allein, die Liebe Gottes zu den Menschen zu bringen - vor allem natürlich zu denen, die ihrer besonders bitter bedürfen. Das sind - auch heute noch - die Armen, Ausgegrenzten, Vergessenen, Flüchtlinge, Hungernden...

In Zittau kleben auch Plakate einer Initiative - Augen auf - Zivilcourage zeigen ! - die hier in der Region nicht unbekannt ist. Weitere Plakate und Infos  gibt es auf der Homepage von Augenauf zu sehn. Lohnt sich, mal reinzuschaun.

gegen_rechts_plakat Macht euch die Mühe und schaut euch nochmal die Wahlprogramme an. Das Internet macht ja die Recherche leicht.  Denkt nach, ob ihr wirklich wollt, was die NPD unverblümt auf ihren Internetseiten propagiert. Sprecht miteinander, mit euren Eltern, Mitschülern... macht euch stark für ein friedliches und kulturvolles Miteinander in unserem Land. Auch nach der Wahl.

Gestern unterwegs der Gedanke, wenn diese Leute wirklich eines Tages an die Macht kommen, dann werden sie als erstes wieder Konzentrationslager einrichten. Und die Listen, wer dort hin kommt, sind vielleicht schon fertig... Lasst es nicht soweit kommen !

Friedemann.

Vielfältig statt einfältig

Im Kloster St. Marienthal gibt es für Politikbegeisterte Jugendliche im Herbst eine Reihe von Seminaren. Sie werden vom Programm „Jugend für Vielfalt und Toleranz“ unterstützt. Die ersten beiden Seminare „Warum sind vielfältige Menschen gut?“ und „Demokratie, Politik, fremd unter Feinden“ finden vom 2.-3.9.09 und vom 8.-10.09 statt und kosten 40 € und 60 € (Unterkunft und Verpflegung inklusive). Eine Unterstützung bei knappem Geldbeutel ist auf Anfrage bei der jeweiligen Kirchgemeinde möglich. Nähere Infos erhältst du  hier:ibzlogo