Nächstenliebe verlangt Klarheit -


Zum aktuellen Stand.


Mittlerweile haben über 300 Menschen den Aufruf "Nächstenliebe verlangt Klarheit - Kein Naziaufmarsch, nirgendwo" unterschrieben. Darüber freuen wir uns sehr und hoffen, dass es einigen von Ihnen und Euch auch möglich sein wird, am kommenden Montag, den 13. Februar 2012 nach Dresden zu kommen und sich an den Protesten zu beteiligen. Mittlerweile ruft u.a. auch der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stefan Kramer, zu Beteiligung an den Blockaden in Dresden auf: http://www.zentralratdjuden.de/de/topic/70.html.

Alle diejenigen, die sich an unserem christlichen Protest- und Blockadepunkt im Kontext von Dresden Nazifrei“ beteiligen wollen, bitten wir am 13. Februar ab 16:30 Uhr zu unserem Sammelpunkt am Dippoldiswalder Platz zu kommen. Von dort aus werden wir dann flexibel – und sicherlich mit vielen anderen gemeinsam – an den Protesten teilnehmen. Sichtbar gekennzeichnet ist unser Block durch das Transparent „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Neonazis stoppen, überall“.

Wir sind ab 10 Uhr am Montag, den 13. Februar 2012 mobil erreichbar unter 0163-7167136 oder https://twitter.com/#!/ASF_DD_Nazifrei. Bitte geben Sie/gebt uns doch nochmal übers Wochenende ein Signal, ob Sie/Ihr in Dresden dabei sein könnt.

Für diejenigen, die schon ab mittags in Dresden sein werden, bietet sich eine Beteiligung am „Täterspurenrundgang“ in Dresden ab 13 Uhr am Comeniusplatz an der Villa des ehemaligen NSDAP-Gauleiters Mutschmann an. Nähere Informationen unter www.dresden-nazifrei.com.

Von 17.00 bis 18.15 Uhr soll es zudem eine Menschenkette um die Innenstadt und hinüber zum Neustädter Elbufer zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens vor 67 Jahren geben (Nähere Informationen: http://13februar.dresden.de/de/menschenkette.php. Direkt im Anschluss an die Menschenkette besteht die Möglichkeit, von Prominenten begleitet zum Neonaziaufmarsch zu gehen

Grundsätzlich freuen wir uns, dass die Neonazis am 18. Februar keinen weiteren Aufmarsch angemeldet haben, dass unser Aufruf zu einer spannenden Debatte über Protestformen im kirchlichen Kontext geführt hat und dass so viele unterschiedliche Menschen und Institutionen zu den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch am 13.2.2012 in Dresden aufrufen.

Daher Euch und Ihnen nochmals ein herzliches Danke für das Mitwirken an diesem wichtigen Anliegen.

Mit herzlichen Grüßen,


Friedemann Bringt
Koordination
BAG Kirche und Rechtsextremismus
www.bagkr.de
 
Heike Kleffner
Presse- und Öffentlichkeitsreferentin
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
www.asf-ev.de

Nächstenliebe verlangt Klarheit – Kein Naziaufmarsch, nirgendwo

 



Politiker, Bischöfe, Theologen und kirchlich Engagierte rufen zur Beteiligung an Blockaden gegen Neonaziaufmärsche in Dresden auf

Unter dem Motto „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Kein Naziaufmarsch, nirgendwo“ ruft ein breites Bündnis von mehr als 50 PolitikerInnen, BischöfInnen, PfarrerInnen, TheologInnen, EKD-Synodalen und kirchlich Engagierten zu einer Teilnahme an den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch im Februar 2012 in Dresden auf. Zu den ErstunterzeichnerInnen des Aufrufs gehören u.a. die Bundestagsvizepräsidenten Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) und Wolfgang Thierse (SPD), die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, Ilse Junkermann, der Hannoveraner Landesbischof Ralf Meister sowie Oberkirchenrat Christhard Wagner aus Thüringen und Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).

In dem Aufruf der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) zu einem christlichen Blockadepunkt im Kontext der Proteste gegen die für den 13. und 18. Februar 2012 in Dresden geplanten Neonaziaufmärsche heißt es u.a.: „Gerade als Christinnen und Christen sind wir aufgefordert uns der menschenverachtenden und menschenfeindlichen Ideologie der Neonazis massiv entgegenzustellen. Wir laden alle Menschen ein, sich am 13./18. Februar 2012 unter dem Motto "Nächstenliebe verlangt Klarheit – Keine Naziaufmärsche, nirgendwo" an unserem christlichen Blockadepunkt zu beteiligen.“

Weil wir als Christen und Christinnen das Recht auf freie Meinungsäußerung als hohes Gut schätzen, müssen wir uns denen entschlossen entgegenstellen, die die unveräußerlichen Menschenrechte mit Füßen treten und die Demokratie beseitigen wollen,“ sagt Christian Staffa, Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR). „Von den Kriminalisierungsversuchen zivilen Ungehorsams durch Teile der Politik und Behörden lassen wir uns nicht irritieren. Gewaltfreie Blockaden sind eine Gewissensentscheidung und gehören zum Grundrecht auf freie Meinungsäußerung.“

Der Aufruf kann online unter www.asf-ev.de oder www.bagkr.de unterzeichnet werden.

Für Rückfragen und weitere Informationen:
Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus
c/o Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
Telefon: 030-28395-184
E-Mail: post@bagkr.de
 
Hier noch der "Aufruf Nächstenliebe verlangt Klarheit" als PDF

Nachtrag:

Seit Veröffentlichung des Aufrufs am vergangenen Donnerstag haben mehr als 200 Menschen, darunter auch viele aus Sachsen, den Aufruf unterzeichnet. Wie Sie und Ihr sicherlich auch schon mitverfolgt habt, bietet der Aufruf in sächsischen Kirchenkreisen und in der Öffentlichkeit Stoff zur kontroversen Debatte im Umgang mit Neonaziaufmärschen und zur strafrechtlichen Relevanz von Blockaden. Zu unserem Bedauern hat sich auch der sächsische Landesbischof Jochen Bohl öffentlich gegen den Aufruf positioniert. Er war, wie alle anderen auch, von uns Anfang Januar per E-Mail angefragt worden, ob er den Aufruf mit unterzeichnen würde und hatte darauf nicht geantwortet.

Angesichts dessen, dass eine Debatte mit dem Aufruf durchaus beabsichtigt war, sind wir nun auch froh über die Möglichkeit, kirchenintern und öffentlich erklären zu können, warum wir zu einem christlichen Blockadepunkt in Dresden 2012 aufrufen. Neben der Tatsache, dass der EKD-Synodenbeschluss vom 9. November 2011 uns darin bestärkt http://www.ekd.de/synode2011/beschluesse/beschluss_engagement_gegen_rechtsextremismus.html halten wir auch andere Punkte in der Debatte für wichtig:

Zum Beispiel, dass es angesichts der Tatsache, dass die drei Neonazi-Aktivisten des "Nationalsozialistischen Untergrunds" jahrelang ungestört aus dem sächsischen Zwickau Tod und Schrecken im gesamten Bundesgebiet verbreitet haben und dass ein wesentlicher Teil des NSU-Unterstützer-Netzwerks aus Sachsen kommt, auch eine besondere Verantwortung gibt, in Sachsen Neonazis entgegen zu treten.

Zum Beispiel, dass es angesichts des enormen Selbstbewusstseins der Neonaziszene nach dem Bekanntwerden der NSU-Mordserie wichtiger denn je ist, dass die Zivilgesellschaft sich nicht nur bestürzt äußert, sondern auch praktisch Gesicht zeigt und handelt.

Zum Beispiel, dass das klares Handeln gegen rechtsextreme Aufmärsche an vielen Orten unseres Landes bereits dazu geführt hat, dass Neonazis nicht mehr demonstrieren, wie in Jena, Wunsiedel oder Halbe. Euer und Ihr Kommen nach Dresden lohnt sich also.

Nun zum Praktischen:
Inzwischen ist deutlich geworden, dass die Autonomen Nationalisten und die Freien Kräfte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie den angrenzenden Bundesländern am 13. Februar um 18 Uhr zum Fackelmarsch nach Dresden kommen werden. Erwartet werden dabei rund 2.000 Neonazis. Gemeinsam mit unseren Partnern in Dresden, u.a. Mitgliedern Dresdner Junger Gemeinden, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden und dem Bündnis Dresden Nazifrei haben wir daher entschieden, dass der christliche Blockadepunkt sich am 13. Februar im Kontext der Aktivitäten des Bündnisses "Dresden Nazifrei!" stattfinden sollte. Die Überlegung dabei ist auch, dass die Frage, ob die Neonazis am 18.2. dann noch einmal nach Dresden kommen werden, tatsächlich vom Ausgang des 13. Februar abhängen wird.

ASF und das Aktionsbündnis Brandenburg, dessen Vorsitzende Heilgard Asmus ebenfalls Erstunterzeichnerin des Aufrufs ist, werden am 13.2.2012 einen gemeinsamen Bus nach Dresden anbieten: ab 12 Uhr von Berlin, ab 13Uhr von Königs Wusterhausen. Wir wollen uns gegen 17 Uhr den Aktionen des Bündnis "Dresden Nazifrei" anschließen. Rückfahrt ist voraussichtlich ab 21 Uhr von Dresden.

Darüber hinaus finden am Montag, den 13. Februar finden in Dresden unter anderem folgende relevante Veranstaltungen statt:
13.00 - ca. 17.00 Uhr Comeniusplatz Dresden: Mahngang "Täterspuren" des Bündnis "Dresden-Nazifrei"; nähere Informationen:

http://www.dresden-nazifrei.com/index.php?option=com_content&view=article&id=286%3Aankuendigung-rundgang-qtaeterspurenq&catid=42%3Agedenkdiskurs&Itemid=78&lang=de

Direkt im Anschluss an den Mahngang geht es in Richtung des Neonaziaufmarsches weiter.

Zwischen 17.00 - 18.15 »Mit Mut, Respekt und Toleranz – Dresden bekennt Farbe« Menschenkette um die Innenstadt und hinüber zum Neustädter Elbufer zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens vor 67 Jahren; nähere Informationen:

http://13februar.dresden.de/de/menschenkette.php

Direkt im Anschluss an die Menschenkette besteht die Möglichkeit, von Prominenten begleitet zum Neonaziaufmarsch zu gehen.

Wir würden Euch und Sie bitten, die Entscheidung für den 13.2.2012 als Tag des christlichen Blockadepunkts ebenso breit zu kommunizieren wie die Bitte nach weiteren Unterzeichner_innen für den Aufruf auf www.asf-ev.de oder www.bagkr.de.

In diesen Tagen planen wir dann auch das genaue Programm des christlichen Blockadepunkts - und freuen uns sehr auf Ihre und Eure Beiträge bzw. Vorschläge zum Programm.
Bitte geben Sie und Ihr uns doch eine kurze Rückmeldung, ob Sie/Ihr am 13.2.2012 in Dresden dabei sein könnt. Und wenn Sie/Ihr mit dem ASF/AB-Bus reisen möchtet, bitten wir um Anmeldung bis zum 9. Februar 2012 an: probst@asf-ev.de .

Und zur Debatte um den Aufruf:

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Theologe-Bretschneider-haelt-Sitzblockaden-fuer-legitim-artikel7800305.php


http://www.mdr.de/sachsenspiegel/mmg334.html

http://www.epd.de/landesdienst/landesdienst-ost/schwerpunktartikel/bohl-unterst%C3%BCtzt-aufruf-zu-dresdner-massenblockaden

www.asf-ev.de

TEN SING beim Kirchentag ?

Die Vorbereitungen für den 33. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dresden sind weit fortgeschritten.

Unter dem Motto "... da wird auch dein Herz sein" (Matthäus 6,21) wird dieser Kirchentag stehen.

Und auch TEN SING wird sein Herz dort haben.


Ihr könnt mit Eurer Gruppe ein Konzert geben. Oder als Mitarbeiter beim TEN SING-Stand auf dem Markt der Möglichkeiten helfen.

Wenn Ihr ein Gruppenkonzert geben wollt, meldet Euch bei Carsten Kranz unter 0351/79585165 oder c.kranz@kirchentag.de

Wollt Ihr beim TEN SING-Stand helfen, dann meldet Euch bei Franca Kneier unter 0561/3087255 oder tensing@cvjm.de