Es gibt doch (!) Wunder.

Heute nun habe ich ihn in Händen gehalten, den Bewilligungsbescheid für eine neue Stelle im Projekt "Offene Weberkirche - Stadtteilarbeit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Zittau", gefördert vom Missiofonds der Evangelischen Jugend und der Landeskirche Sachsens. Bis vor kurzem habe ich noch gezweifelt, dann kam der Termin der Vorstellung des Projektes im Landesjugendpfarramt in Dresden - wir waren in der engeren Wahl - und dann am nächsten Tag die mündliche Nachricht: wir können von einer Förderung ausgehen. Aber man ist ja vorsichtig geworden, plötzlich kommt dann doch noch irgendwas dazwischen. Umso größer das Wunder, als es nun heute auch "amtlich" ins Haus flatterte.



Nun wird also aus rund 2 Jahren konzeptioneller Arbeit und vielen, vielen Beratungen in unterschiedlichsten Kreisen und Gremien, doch ein konkretes Tun. Es bleibt natürlich nicht viel Zeit zum Zurücklehnen. Eine Stelle muss beschrieben und ausgeschrieben, ein geeigneter Mensch gefunden und eingestellt werden. Erste Arbeitsaufgaben müssen geplant, alle Verantwortlichen ins Boot geholt und die Bauarbeiten fertiggestellt werden. Um nur einige Schwerpunkte zu nennen.



Wir haben nun die Chance, ein Angebot an Menschen heranzutragen, die der Kirche fernstehen, die den Kontakt verloren haben oder die Hilfe erwarten. Wir haben die Chance, als Kirchgemeinde zusammen mit Partnern in Zittau wieder gemeinsam etwas für andere aufzubauen und auf die Art und Weise Gottes Liebe lebendig werden zu lassen. Ihm sei Dank für alle Begleitung bis hierher.



Wer als Christ eine Ausbildung als SozialpädagogIn oder ReligionspädagogIn besitzt und sich eine Arbeit in Zittau an einem neuen Projekt vorstellen kann oder jemand kennt... ist herzlich eingeladen, sich bei Friedemann Herbig zu melden.

Weberkirche

Es ist schon ein Weilchen her, als der folgende Beschluss im Zittauer Stadtparlament gefasst wurde:

Beschluss 085/09
Der Stadtrat der Großen Kreisstadt Zittau beschließt die Durchführung und Förderung der Maßnahme
- Weberkirche-Treff der Generationen-Teilsanierung des Denkmals Weberkirche
mit max. 425.000,00 €
- Weberkirche-Treff der Generationen-Neubau eines Mehrzweckgebäudes
mit max. 175.000,00 €
- Weberkirche-Treff der Generationen-Unterstützung der Sozialarbeit im Stadtteil
mit max. 50.000,00 €.


Nun konnte ich auch im Kirchenvorstand den bisher ausformulierten Teil der Jugendarbeit (Jugendkirche genannt) vorstellen. Das Echo war verhalten positiv und ein Beschluss, dieses Konzept in einer angepassten Form umzusetzen, ist in Sichtweite gerückt. Dann kann die Arbeit wirklich beginnen. Vor allem muss der im Konzept bisher nur erwähnte Teil der generationsübergreifenden Sozialarbeit ausformuliert werden.

Die schwierigen Fragen werden im Detail auftauchen. Was ist baulich umsetzbar ? Können wirklich alle Angebote aus der Apostelkirche in die Weberkirche wandern ? Wollen wir das oder müssen wir vielleicht auch mit der Zersplitterung der Angebote weiterleben ? Wie weit kann sich unsere Kirchgemeinde mit einem Treff Weberkirche tatsächlich öffnen, so dass kirchenferne Menschen sich für unsere Angebote interessieren ? Trauen wir uns, in einer unserer Zittauer Kirchen wirklich mal was Neues zu machen ? Gelingt es uns, Menschen zum Mitmachen zu motivieren ?

Ein solch umfangreiches und ehrgeiziges Projekt braucht tatsächlich auch Zeit zum Wachsen, anderseits aber werden jetzt Gelder bereitgestellt und die müssen in Kürze abgerufen, sprich verwendet werden - entsprechend der beantragten Idee.

Vorsichtiger Optimismus ?

Heute wurde es offiziell bekannt, dass unsere oberste Kirchenführung, das Landeskirchenamt in Dresden, einen großen Anteil zum Projekt Weberkirche zahlt. Das ist schön, muss doch dringend an der bedrohten Weberkirche gebaut werden. Der Schwamm im Dachstuhl gefährdet seit Jahren die schöne gotische Kirche, auch Sitz der Zittauer Jugendgottesdienste. Ein guter Schritt nach vorn also, dass demnächst gebaut werden kann.

Was heißt das aber für das Projekt "Jugendkirche" ? Hier gibt es noch immer überwiegend Unklarheit. Man könnte sagen, ein Schritt aus Richtung Landeskirche könnte nun auch die Stadt motivieren, sich zu ihrem Anteil zu bekennen. Nach meiner Kenntnis - und die ist leider noch nicht sehr umfassend - steht nun dem Bau an der Kirche nichts mehr entgegen, das zusätzliche Gebäude für die inhaltliche Arbeit und der Anteil für die Anstellung eines Sozialarbeiters und diverse Ausstattung sind aber weiterhin noch offen.

Für mich ist vor allem wichtig, dass die entworfenen inhaltlichen Fragen nicht auf der Strecke bleiben. Denn so schön wie sanierte Kirchen und wie notwendig auch vorhandene Räume sind, so helfen sie doch den Menschen, die Hilfe, Heimat und Zuwendung suchen nicht wirklich weiter. Deshalb ist für mich - wie schon früher geäußert - nach wie vor ein Bekenntnis zum Projekt "Jugendkirche" durch die Gemeindeleitung eine notwendige Basis für alle weiteren, auch strategischen und baulichen Überlegungen. Wider Erwartung ist noch Bewegung in die Vorgänge gekommen und es besteht Grund zu vorsichtigem Optimismus. Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr bis zum Jahresende, ist die spannende Frage, welches die nächsten guten Nachrichten sind - wahrscheinlich erst im neuen Jahr ?

Isergebirgs-Hajk: Entschuldigung

Mit einigen Eltern konnte ich schon sprechen, nicht mit allen. Darum hier nochmal eine Entschuldigung und Erklärung.

Der Teilnehmerbeitrag ist schon sehr früh im Freizeit-Katalog der Evangelischen Jugend  mit 25,-angekündigt worden. Damals habe ich die beantragten Fördermittel eingeplant.  Leider bin ich noch immer nicht im Bilde, ob wir das Hajk gefördert bekommen und so hatte ich schon im Frühsommer nochmal neu kalkuliert und bin auf einen Beitrag von 50,- gekommen. Dabei habe ich schlichtweg übersehen, dass ich den Betrag in der Ausschreibung schon niedriger festgelegt hatte. Falls eine Förderung doch noch bewilligt wird, was ich immer noch erwarte, gehe ich davon aus, dass der Differenzbetrag zurückgezahlt werden kann. Ansonsten kann ich anbieten, dass es in Härtefällen auf jeden Fall möglich ist, auch einen geringeren Beitrag zu bezahlen. So bitte ich um Ihr Verständnis und nochmals um Entschuldigung für meinen Fehler.

Friedemann Herbig, Gemeindepädagoge.

Vorläufig letzte Zukunftswerkstatt ?

Am 23. April trafen sich nochmal einige Leute - es waren diesmal nicht ganz so viele, aber eine gute Runde - zu einer vielleicht in dieser Form letzten Runde. Nachdem nocheinmal über den Stand der Dinge ausgetauscht wurde, sollten sich alle für eine Richtung entscheiden, ihre Priorität für das wichtigste Projekt in Form eines Punktes kleben. Das sah dann so aus:

Prioritätensetzung

Aus dem Votum ergeben sich nun 2 Wege. Oberste Priorität hat nach den Anwesenden der Schülertreff/Offene Treff in der Innenstadt. Ein Termin für Besichtigung von möglichen Räumlichkeiten besteht. Hier können wir auch als kleines Grüppchen erscheinen. Das Projekt wird an erster Stelle weiterverfolgt. Kurzkonzeption, Einbringen in den Kinder- und Jugendausschuss und später Beschlussvorlage für den KV. Bis dahin wünsche ich mir aber weitere inhaltliche Impulse, gern auch über diese Seite.

Die vorgestellte Idee der Weber-Jugendkirche ist vielleicht nicht der optimalste Weg, soll aber durch die Jugendarbeit und alle daran Interessierten mitbegleitet werden. So hoffen wir, dass die ohnehin geplanten Arbeiten im Sinne einer offenen gemeindlichen (Jugend-)Arbeit stattfinden. Es ergeben sich eine Menge Chancen aus einem stadtteilbezogenen Projekt. Dies hat zur Zeit die größeren Möglichkeiten der Umsetzung als ein großstiliger Umbau der Apostelkirche. Einen Ausschnitt aus der Diskussion auf dem nächsten Bild:

Diskussion

Sehr wichtig für den weiteren Weg ist, dass die vorgestellten Entscheidungen auch von der Mehrheit der Jugendlichen getragen werden. Denn selbstverständlich waren die Anwesenden bei der Zukunftswerkstatt nicht repräsentativ. Im Forum habe ich ein Thema zur Zukunft eröffnet, in dem die Fragestellungen noch einmal diskutiert werden können.

Friedemann Herbig.

Fördermittel abgelehnt

Für die Arbeit von Ten Sing Zittau hatte ich Fördermittel bei den "Gesellschaftern" über Aktion Mensch beantragt. Nach langer Wartezeit und dem festen Planen mit den Mitteln habe ich am Freitag den Bescheid bekommen, dass die Fördermittel auf Grund der zahlreichen Anträge abgelehnt werden musste, was keine Aussage über die Qualität des Projektes bedeute.

Für uns bedeutet es allerdings, dass wir für Probenwochenenden oder Workshops, Neuanschaffungen, Fahrtkosten etc. kein zusätzliches Geld haben. Das ist sehr, sehr bitter und ich bin momentan noch etwas ratlos, was ich tun soll.  Zunächst werde ich die Situation mit der Kirchgemeinde und mit dem CVJM besprechen und dann nochmal nach anderen Mitteln suchen...

Eine Konsequenz ist jetzt, dass wir das nächste Prowo mit einem absoluten "Low Budget" planen müssen. Da leider auch die Schkola Jonsdorf nicht mehr so kostengünstig ist, muss ich weiter nach einem geeigneten Ort suchen.

Friedemann.