Geburtstag feiern: 120 Jahre Apostelkirche

Trotz Hochwasserschäden ist unsere Apostelkirche nicht in Vergessenheit geraten. Zwar ist sie derzeit nicht für den alltäglichen Betrieb nutzbar, aber wir warten darauf, dass alles getrocknet ist und die Arbeiten an der Wiederherstellung der Kirche wieder beginnen können. Immerhin ist es die Kirche in Zittau, die verschiedene Räume und eine unkomplizierte Heizung aufweisen können und sich deshalb besonders als Gemeindezentrum neben der Pfarrstraße 14 anbietet. Ob TEN SING, Pfadfinder oder Senioren - Provisorien gehen schon mal, aber es fehlt schon was. Natürlich wäre es schön, wenn im Zuge der Renovierung ein paar bauliche Veränderungen möglich werden, um die Nutzungsmöglichkeiten zu optimieren. Aber da werden wir sicher dem finanziellen Druck unterliegen und es uns schlichtweg nicht leisten können. Schade.

Schön ist die Idee, schon jetzt zu zeigen, dass die Apostelkirche nicht vergessen ist. Deshalb laden wir alle ein, am Bittgottesdienst entweder mit zu gestalten oder mindestens dabei zu sein:


Danke, ihr seid Klasse !

Auch auf diesem Wege möchte sich TEN SING Zittau für die schnelle und großzügige Hilfe, die wir sofort erhalten haben bedanken. Es sind sowohl Geldspenden als auch Sachspenden bei uns angekommen. Dafür also ein großes DANKE an alle Spender und Spenderinnen. So erreichte uns gestern auch ein großes Paket mit einem Mischpult aus Eppelheim und aus Plauen spendete uns ein TENSING-Freund einen Bass nebst Verstärker. Wir haben uns total gefreut, dass es Menschen gibt, die einfach so helfen. Gestern überbrachte uns der CVJM Zittau - unser Trägerverein - dann noch die gute Nachricht, dass wir auch aus dem Vereinshaushalt Geld für die Anschaffung von Technik und Instrumenten bekommen. So war für uns gestern eine Chorprobe mit viel neuer Energie und voller Dankbarkeit. Dankbarkeit auch Gott gegenüber, der immer wieder Wege findet, sich im Alltag zu zeigen.

Friedemann für TEN SING Zittau

Hilfe für TEN SING Zittau

Am vorletzten Wochenende wurde durch das Hochwasser auch die Apostelkirche der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Zittau betroffen und so stark beschädigt, dass auf unbestimmte Zeit die Kirche und Nebenräume nicht mehr nutzbar sind.
Seit vielen Jahren ist die Apostelkirche mehrmals in der Woche Anlaufpunkt für viele Jugendliche der Gruppe TEN SING Zittau. Der CVJM ist Träger der TEN-SING-Gruppe, fördert und unterstützt diese Arbeit in Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde Zittau und der Kinder- und Jugendarbeit der Ephorie Löbau-Zittau. Dieser Anlaufpunkt Apostelkirche ist nun für die Jugendlichen weggefallen. Wir suchen mit allen Partnern nach einer vorübergehenden Treff- und Probemöglichkeit.
Durch das Wasser wurden alle in der Apostelkirche lagernden Instrumente, die Technik und Noten der TEN SINGer weitgehend zerstört. Wir suchen deshalb noch Spender oder gebrauchte Instrumente (Schlagzeug, Gitarren, Verstärker ...), die kostenlos abgegeben werden können.
Der CVJM wird ausschließlich von Ehrenamtlichen geleitet und organisiert und hat keine Gebäude in Trägerschaft. Deshalb werden auch nur mehrtägige Freizeitaktionen unter ehrenamtlicher Leitung über eine Haft-, Recht- und Unfallversicherung der Ecclesia versichert. Eine Hausrat- bzw. Gebäudehaftpflichtversicherung liegt nicht vor. Da die Kirchgemeinde Zittau keine Versicherung zu diesen Schäden hat, sind wir auf Unterstützung angewiesen.


Geldspenden für neue Instrumente bzw. Technik können unter dem Kennwort: „TenSing2010“ unter der folgenden Bankverbindung des CVJM Zittau eingezahlt werden: Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, BLZ: 85050100, Konto-Nr. 3000012.990. Sachspenden können unter info@cvjm-zittau.de oder unter der Telefonnummer 0151 56373431 angemeldet werden.

Helfen in Polen

Katharina Köhler war am Samstag in Porajow und mit Pfarrer Korab in der Schule. Diese ist
Sammelstelle für Hilfsgüter. (In Sieniawka besteht zur Zeit das Problem, dass die Hilfsgüter nicht richtig gut - trocken und übersichtlich - untergebracht werden können.)
Aktuell werden die folgenden Dinge, Materialien, Werkzeuge etc. gebraucht:
Gabelstapler, Schubkarren, Schaufeln, Elektrosägen, Reinigungsmittel, Planen, Müllsäcke, Gummihandschuhe, Gummistiefel, Decken, Bettwäsche, -bezüge, Taschentücher, Nachtkleidung (keine Oberbekleidung mehr), Handtücher, Milch, Folgemilch für Säuglinge, Windeln für Kinder,  Desinfektionsmittel, Einweggeschirr - das dringend - , Toilettenpapier,  Schüsseln, Kerzen, Taschenlampen, Batterien, Bandagen, Pflaster, Mittel gegen Insekten.

Mit dem Ortsvorsteher von Sieniawka bin ich in Verbindung. Ich halte es für sinnvoll, wenn wir an einer Stelle weiterhelfen, wo wir bereits Kontakte haben und nicht wieder woanders hingehen...

Wie sind eure Pläne ? Fährt jemand zwischendurch rüber - bitte eine kurze Nachricht - denn wir haben noch ein paar Kleinigkeiten mit zu geben.

Friedemann Herbig

Weinau lebt (wieder) !



Für Zittauer und darüber hinaus war es bestürzend, zu sehen, wie Tierpark, Filmnächte, Weinaugaststätte untergegangen sind. Seither ist schon viel passiert und es stehen große Ereignisse ins Haus: Die Weinau lebt und das besonders am 28. August 2010, ab 14 Uhr am Tierpark und rund um das Wirtshaus zur Weinau in Zittau. Der Erlös der Benefizgala kommt dann den Objekten und Projekten der Weinau, dem Zittauer Tierpark, dem Wirtshaus zur Weinau, der Filmnächte-Freilichtbühne und dem Sportstadion, zu Gute. Das Logo auf dieser Seite ist zugleich Link auf die Homepage der Aktion, auf der ihr alle Neuigkeiten erfahren könnt.

Hier das vorläufige Programm
ca. 15.00 Uhr Livemusik mit den Lausi-Saxern
ca. 15.45 Uhr Spendenauktion
ca. 16.15 Uhr Trommelgruppen Balumuna + Maskenparade
ca. 17.00 Uhr Kinder- und Jugendzirkus Applaudino
ca. 17.50 Uhr Singspiele mit dem Chor der Hillerschen Villa
ca. 18.30 Uhr Seniorentheater
ca. 19.15 Uhr Livemusik
ca. 20.15 Uhr Feuershow
ca. 20.30 Uhr Interview Dorfkino
ca. 20.45 Uhr Filmstart Dorfkino »Alles auf Zucker«
ca. 22.30 Uhr Livemusik mit Apple` Juice

Ständige Angebote (bis 19 Uhr): Landart – Malschule, Musikalischer Hintergrund mit DJ, Kamelreiten mit Stute »Kim« des Tierparks, Zauberworkshop: Kinder- und Jugendhaus Villa, Zauberer Hardy Geißler, Kindermalecke, Kinderschminken
Das Programm gilt für sonniges und regnerisches Wetter, 15 bis 18 Uhr stündlich eine Führung durch den Tierpark, unterstützen Sie die vom Hochwasser betroffenen Objekte und Projekte mit einer Eintrittsspende ab 3,- EUR
Für das leibliche Wohl ist gesorgt! Änderungen vorbehalten!

Kommt hin und seid dabei !

Finanzielle Hilfe für Flutopfer

In einem Brief hat Superintendent Rudolph noch einmal darauf hingewiesen, dass die Hilfe für die Flutopfer gut angelaufen ist - "Mittlerweile liegen bei der Diakonie Löbau-Zittau über eintausend Nothilfeanträge vor. Über 20.000 € konnten bereits an Betroffene schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden. Bis Ende dieser Woche werden es ca. 50.000 € sein. Dieses Geld kommt von der Katastrophenhilfe der Diakonie Stuttgart... Die Hilfe wird noch lange benötigt (mindestens ein halbes Jahr), auch wenn die Bilder in Zeitung und Fernsehen längst verschwunden sind."

So möchte ich alle bitten, weiterhin nach ihren Kräften und Möglichkeiten für weitere Spenden zu werben und/oder selbst den einen oder anderen Euro einzuzahlen. Der Kreativität, wie diese Gelder gesammelt werden könnten, sind keine Grenzen gesetzt.

Herr Rudolph betont auch nochmal in seinem Schreiben, "dass die Gelder, die auf unser Spendenkonto kommen zu 100% an die Betroffenen unseres ehemaligen Landkreises zeitnah weitergegeben werden. Das Spendenkuratorium kann die Mittel viel individueller einsetzen als die Hilfen aus Stuttgart. "

"In diesem Zusammenhang möchten sich Superintendent Rudolph und Kirchenbezirkssozial-arbeiter Winfried Ullrich ganz herzlich bei allen bedanken, die schon mit geholfen haben die Not zu lindern; sei es in Form von praktischer Hilfe jedweder Art, sei es in Form von Sach- oder Geldspenden oder in der Fürbitte für die Hochwasseropfer.


Spendenkonto des Diakonischen Werkes Löbau-Zittau

Kassenverwaltung Bautzen
LKG Sachsen
BLZ 85095164
Kt.Nr. 108120940
Kennwort: Fluthilfe Löbau-Zittau

Helfen in der polnischen Nachbarschaft

Neue Infos: Alle Helfer, die mitkommen nach  Sieniawka, mögen bitte erst ACHT UHR auf dem Hof der Pfarrstraße 14 sein. Der Ortsvorsteher braucht früh noch eine Stunde zum Koordinieren. Ansonsten gilt alles hier Geschriebene. Durch die Nähe vereinfacht sich allerdings die Frage des Transports und es könnten auch Leute mit dem Fahrrad rüberfahrn. Auch die Leute, die im eignen Auto fahren, sollten sich bitte erst in Zittau treffen, damit wir noch alles ordnen können. Werkzeuge kann ich in Zittau in den Anhänger laden. Bitte denkt daran, dass es zwischendurch wahrscheinlich auch mal regnet.


Nach gegenwärtigen Planungen werden wir am Sonnabend, 14. August in die polnische Nachbarstadt fahren um uns dort nützlich zu machen. Hier auf deutschem Gebiet scheint doch die Hilfe mittlerweile gut koordiniert zu laufen, hingegen ist das Maß an Zerstörungen in beiden Nachbarländern ungleich größer und damit auch der Umfang der notwendigen Aufräumungsarbeiten. Auch ist die Koordinierung im Moment noch schwierig. Bis Sonnabend wird sich aber sicher noch einiges tun.

Fakt ist, dass auf längere Zeit hin noch zahlreiche HelferInnen gebraucht werden. So planen wir, wie gesagt am Sonnabendfrüh um 7 von der Pfarrstraße aus rüber zu fahren. Alle, die mitfahren können, müssen sich unbedingt vorab melden, damit ich eine Gruppenstärke in Bogatynia voranmelden und Fahrgelegenheiten organisieren kann. Entweder über das TEN SING-Gästebuch, Mail, Facebook oder was euch sonst so einfällt. Hauptsache, ihr meldet euch bei mir bis spätestens Freitagmittag.

Jeder sollte unbedingt mitbringen: eigene Verpflegung und Getränke, lange Kleidung wegen Verletzungs- und Infektionsgefahr, Gummistiefel/feste Schuhe, je nachdem, wie sich das Wetter weiter entwickelt, Schaufel groß und/oder klein, Besen groß und/oder klein, Arbeitshandschuhe, Gummihandschuhe, Rechen, Brecheisen o.ä., 2-3 Schubkarren, Eimer, Putzlappen, ggf. Putz- und Desinfektionsmittel. Gern können diese Dinge auch dort gelassen werden - es fehlt an Werkzeugen. Wer welche Dinge mitbringen kann, bitte auch vorher absprechen.

Gegenwärtig werden auch gebraucht: Decken, Matrazen, Bettwäsche/Wäsche, Babykleidung und -nahrung, Hygieneartikel. Nach meinen Informationen keine Lebensmittel, für die ist gesorgt, ebenso für Trinkwasser. Auch ist in Teilen auch wieder Strom vorhanden. - Nachdem ich mir nochmal ein genaueres Bild gemacht habe, gibt es hier Ergänzungen bzw. Korrekturen, wenn sich was verändert hat. Also bitte weiter die Seiten beobachten. Ebenfalls eigene Erfahrungen und Informationen - am besten über die Kommentarfunktion - hier weitergeben.

Apostelkirche geflutet

Auch unseren wöchentlichen Treffpunkt zur Pfadfinderstunde hat das Hochwasser getroffen. Das Wasser hat die gesamte Kirche bis auf weiteres unbenutzbar gemacht. Momentan ist sie völlig leer geräumt und muss trocknen, bevor mit einer grundlegenden Sanierung begonnen werden kann - für die natürlich auch erstmal Gelder da sein müssen.

So werden wir für längere Zeit einen neuen Treffpunkt brauchen. Für eine kürzere Übergangszeit kann ich mir auch gut eine Jurte mit Feuerstelle vorstellen, die zumindest stehen bleiben kann, solang es noch einigermaßen Sommer ist und sie nicht die Renovierungsarbeiten behindert.

So werden wir uns also - wie gewohnt - wieder an jedem Mittwoch ab 16:30 auf dem Gelände der Apostelkirche treffen, bis wir ein passendes Quartier für die ungemütlichere Jahreszeit gefunden haben. So bauen wir uns erstmal eine Jurte nebst Feuerstelle auf und starten in neue gemeinsame Abenteuer.

Land unter in der Apoki

Einige von euch werden es sicher schon persönlich oder per Facebook erfahren haben, die Apostelkirche ist also auch von der Überschwemmung betroffen. Wie ihr wohl wisst, war da unsere ganze TEN SING- Technik drin und noch einige Kleinigkeiten und viele Noten. Jetzt kommt die bittere Wahrheit: Das ist so gut wie alles nicht mehr benutzbar/ kaputt/futsch/Matsche, wie auch immer ihr es nennen möchtet. Hinten an der Apostelkirche reichte das Wasser bis auf Brusthöhe (ich stand nicht drin). Bänke, Stühle, Tische, alles ist beschlammt und einfach nicht sauber zu bekommen. Die Orgel hats ebenfalls erwischt und alles von uns, was auf dem Boden stand. Der Schaden an der Orgel soll etwa 10.000 Euro betragen und an der ganzen Apoki etwa 100.000 Euro. Komplettsanierung ist angesagt, das heißt natürlich auch, dass TEN SING der Probenraum fehlt, aber wir können ja zeitweilig ins Pfarrhaus.

Heute gabs große Auf- und Ausräumaktion  dort, wir haben alles rausgeräumt, gesichtet, fotografiert, geputzt aber viel gebracht hats nicht und rettbar war auch nichts mehr. Aber damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt, das hier ist beinahe alles, was trocken geblieben ist:



Das E-Piano ist vollkommen zugeschlammt, die Verstärker sind komplett im Eimer, Bass und Akustikgitarre ebenfalls, das Schlagzeug quillt gerade, und der Mixer ist zugelaufen, trotzdem er im Koffer war. Einiges muss man nur putzen und dann ist es wieder benutzbar, anderes können wir gleich wegschmeißen.

Wir haben jetzt erstmal eine Liste mit allem Zeug gemacht und alles fotografiert, falls doch die Aussicht besteht, etwas von der Versicherung zu bekommen, die Apostelkirche war allerdings nicht gegen Wasserschäden versichert, es könnte also auch alles an uns hängenbleiben, man wird sehen, was die nächsten Wochen bringen.

Jetzt haben wir erstmal das Zeug hinten in dem großen Schuppen untergebracht.



Und der Bandraum sieht nun in etwa so aus



und zum Abschluss noch etwas, was die Lage nicht ganz so trostlos erscheinen lässt