Klimaschutz tut gut.

Das stellte auch wiedermal unsere Landeskirche fest - ich freue mich darüber aufrichtig. Habe auf meiner Suche nach den Aktionsseiten, von denen ich gehört habe, den folgenden Link auf die Kirchentagsseiten gefunden: www.kirchentag.de

Hier findet sich neben diversen Berichten und Tipps auch ein recht praktikabler CO2-Rechner, den ich selbst schon ausprobiert habe. Das Wichtigste finde ich allerdings, dass wir uns privat wie auch in der (Jungen) Gemeinde überlegen, welche Sparmöglichkeiten wir selbst haben und wie wir sie umsetzen wollen. Das reicht von sparsamem Umgang mit Heizung und Licht über umweltfreundliche Verbrauchsmaterialien bis hin zu eigenen Großprojekten wie einer eigenen PV-Anlage oder ähnlichem.

Es wäre gut, wenn wir uns austauschen würden und uns individuell wie als Gemeinde ganz konkret etwas vornehmen und davon berichten würden. Denn dann finden sich vielleicht NachahmerInnen.

Wer noch eine "amtliche" Handlungsgrundlage braucht, findet sie hier bei den Beschlüssen der EKD.

Hier noch ein ganz spannendes Material zum Downloaden: DEKT_Klimasparen.pdf

Ein kleines Fundstückchen noch bei den Beschlüssen der EKD: Beschluss_Laufzeitverlängerung_und_Endlagerung

TEN SING beim Kirchentag ?

Die Vorbereitungen für den 33. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dresden sind weit fortgeschritten.

Unter dem Motto "... da wird auch dein Herz sein" (Matthäus 6,21) wird dieser Kirchentag stehen.

Und auch TEN SING wird sein Herz dort haben.


Ihr könnt mit Eurer Gruppe ein Konzert geben. Oder als Mitarbeiter beim TEN SING-Stand auf dem Markt der Möglichkeiten helfen.

Wenn Ihr ein Gruppenkonzert geben wollt, meldet Euch bei Carsten Kranz unter 0351/79585165 oder c.kranz@kirchentag.de

Wollt Ihr beim TEN SING-Stand helfen, dann meldet Euch bei Franca Kneier unter 0561/3087255 oder tensing@cvjm.de

TEN SING Zittau meets Bremen

TEN SING Zittau beim 32. evangelischen Kirchentag in Bremen

Vom 20.-24. Mai fand in Bremen der 32. evangelische Kirchentag statt und TEN SING Zittau war mit von der Partie.
Am Mittwoch trafen wir uns 11.00 Uhr am Bahnhof und fuhren mit dem Zug bis nach Dresden, wo wir dann in einen Bus der Dresdner Gemeinde stiegen und bis nach Bremen fuhren. Nach einer anstrengenden Straßenbahnfahrt kamen wir in unserer Unterkunft an, die im zweit schlimmsten Stadtteil Bremens lag. So sah sie auch aus. Dort machten wir noch eine kurze Chorprobe. Danach kuschelten wir uns endlich in die Schlafsäcke.
Der nächsten Tag begann mit einem leckeren Frühstück und einer anschließenden Chorprobe, denn am Nachmittag sollten wir einen Auftritt haben. Wie sich herausstellte, sollten wir in einem abgelegenen Park spielen, in dem fast niemand war, doch wir sangen trotzdem und hatten unseren Spaß. Danach hatten wir Freizeit und erkundeten Bremen. Die Highlights des Tages waren sicherlich abends die Konzerte der Wise Guys auf der Bürgerweide, welches von rund 60000 Menschen besucht war, und von Philipp Poisel. Sein Konzert war eher klein, doch dafür umso persönlicher.
Am Freitag sollten wir abends einen Auftritt in einem Gottesdienst haben und mittags ein Straßenkonzert, also probten wir vormittags wieder. Der Auftritt nachmittags fiel wortwörtlich ins Wasser. Als die Gruppe sich endlich gefunden hatte, wie sich später herausstellte an der falschen Stelle, fing es stark an zu regnen und zu stürmen, also blieb nur der Gottesdienstauftritt übrig. Dort waren die Besucher begeistert von uns, was sie uns beim Abendessen im Gemeindehaus vermehrt sagten. Der Tag hätte nicht schöner enden können.
Samstag war unsere letzte Chance nochmal unser Können unter Beweis zu stellen. Wir gaben ein Straßenkonzert in der Nähe des Bremer Doms. Es war ein voller Erfolg, denn das ganze Publikum machte mit. Wir brachten ihnen afrikanische Lieder mit Choreografie bei. Den restlichen Tag konnte jeder nochmal die letzten Stunden des Kirchentags genießen.
Am Sonntagmorgen ging es dann zurück nach Zittau. Wir fuhren mit dem Zug, was ungefähr 9 Stunden dauerte. Jeder war froh endlich wieder in seinem Bett zu liegen.
Zum Kirchentag zu fahren hat sich für TEN SING Zittau redlich gelohnt. Wir haben eine neue Stadt kennengelernt, neue Menschen, neue TEN SING-Gruppen, Freundschaften geschlossen und vieles mehr. Die Gruppe ist sicherlich auch noch ein ganzen Stück zusammengewachsen. Nächstes Jahr in München sind wir hoffentlich auch wieder dabei und 2011 in Dresden wird unser Heimspiel. Da zeigen wir den anderen, wer die beste TEN SING-Gruppe ist.

Elli

Sooo viele Menschen !

100_3528Ja, jetzt hab ich erstmal genug Menschenmassen gesehn. Das war die anstrengende Seite des Kirchentages - überall unübersichtliche Massen, ein Programmbuch, das spontane Entscheidungen eigentlich nicht ermöglichte und immer das Gefühl, da muss doch noch irgendwas sein, das ich auf keinen Fall verpassen darf. Naja, verpasst hab ich sicherlich so einiges. 100_3574 Aber auch erlebt und mitgenommen nach Hause in die Provinz und den Alltag: Gastfreundlichkeit, Umarmungen, Gespräche über den Glauben, wunderschöne Konzerte, Impulse in mehreren Bibelarbeiten, die eigentlich eher ein Vergnügen als Arbeit waren und - natürlich viele viele Bilder. Obwohl ich schon in Größenordnungen aussortiert habe, sind es immer noch so viele wie das Jahr Tage hat.100_3551


Neben vielen wohlgesetzten und eher diplomatischen Worten aus berufenen Mündern (auch dem unseres Staatsoberhauptes - Glückwunsch zur Wiederwahl !) waren auch nachdenklich machende und klare Aussagen zu hören. 100_3673Fulbert Steffensky erinnerte an die ursprünglichen Adressaten der Botschaft Jesu - waren das nicht die Armen und Unterdrückten und wo kommen sie eigentlich in unseren Gemeinden vor ?! Oder 100_38511Bischöfin Margot Käßmann zitierte aus dem Wahlprogramm der NPD und stellte unmißverständlich fest, dass eine Partei mit ausländerfeindlichen, verfassungsfeindlichen und antisemitischen Zielen für einen Christen nicht wählbar ist. Diese Ziele haben nichts mehr mit dem Evangelium Jesu Christi zu tun.100_3558


Eine Fülle von Projekten zu den tiefchristlichen Themen Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und Frieden lud zum Informieren, Diskutieren ein - jedoch war es schlichtweg unmöglich auch nur einigermaßen alles zu bewältigen. So bleibt auch ein bisschen Unzufriedenheit, nur an der Oberfläche manches gesehen aber nicht vertieft zu haben. Ich hatte das Gefühl, ja wir Christen haben das Zeug dazu, etwas in der Welt wie wir sie jetzt erleben zu tun, wir müssen nur anfangen, durchhalten, mitreißen. Wir sollten uns um ein klares Profil mühen, konkrete Aussagen zu den ganz praktischen Themen versuchen, auch auf die Gefahr hin, dass nicht alles richtig ist. Aber wollen wir uns deshalb hinsetzen und sagen, wir können ja doch nichts ändern ?!


Zu den großen Ereignissen des Kirchentages gehörten eine Menge Konzerte, Kabaretts und Kultur in verschiedensten Formen. Wir waren natürlich auch bei den Wise Guys100_3760 und (ein paar) beim Blauen Einhorn. Die Musikgeschmäcker sind zum Glück ja ganz unterschiedlich.


Und die kleinen Begegnungen am Straßenrand gab´s wieder reichlich: So war ich mit Peter P. in der Stadt unterwegs. Ein älteres Ehepaar, das wir noch nie gesehn hatten, lud uns vor einem Bäckerladen zu einem Kaffee und einem Stück Kuchen ein. Wir waren schnell bei unserer gemeinsamen Geschichte, den Verwandten in der Lausitz, den Zollkontrollen und Ängsten, den vielen Erinnerungen, die schon 20 und mehr Jahre zurückliegen. Erstaunt, im Herzen berührt stürzten wir uns wieder ins Gewühl der Stadt... 100_3616Abends dann, bevor wir in unser Klassenzimmer auf die Isomatten fielen - falls nicht vergessen - fanden wir noch freundliche und aufgeschlossene Menschen aus der Jonasgemeinde, gleich um die Ecke im extra für den Kirchentag eingerichteten Gute-Nacht-Café. Bei einer Kleinigkeit zu essen und einem Getränk (zu sensationellem Minipreis) konnten wir noch ausklingen lassen, was wir am Tag alles an Eindrücken gesammelt hatten.


Die Preise für die Verpflegung den Tag über waren leider nicht so günstig. Für Schüler und Leute, die (noch) kein Geld verdienen, blieb oftmals nur der Aldi oder so eine Firma mit rotgelbem Logo... Das sollte in Dresden unbedingt wieder anders sein, denn wir wollen ja keinen Kirchentag, bei dem nur die Besserverdienenden was zu essen kriegen !  Überhaupt sind das die Dinge, die leicht die Glaubwürdigkeit eines solchen Mega-Events ins Wackeln bringen können - wir thematisieren Ökologie und verantwortungsbewußtes Handeln, sorgen uns um Gerechtigkeit und schließen aber mehr und mehr Menschen aus, weil sie sich das nicht leisten können und stattdessen die (kritisierte) Billigvariante in Anspruch nehmen müssen...100_3696


Alles in allem eine Veranstaltung, die sich gelohnt hat. Zum Glück haben wir ein bisschen Zeit bis zum nächsten Kirchentag, denn anstrengend ist es ganz schön.


2010 werden wir in der Rolle der Gastgeber sein.100_3541 Dresden liegt schließlich gleich vor der Haustür. Und ich freue mich auf die vielen Ideen, die wir bis dahin entwickeln und vorbereiten werden.


Sicher werden sich bald noch mehr Artikel und Bilder zum Kirchentag finden. Gespannt bin ich, wie andere die Tage in Bremen erlebt haben.


Friedemann.