In 10 Wochen beginnen die Abschlussgespräche in Kopenhagen über ein neues UN-Klimaabkommen. Drei Szenarien sind möglich: Die Gespräche scheitern; die Regierungen einigen sich auf ein zahnloses Abkommen oder sie vereinbaren ein globales Abkommen, dass die Welt vor der Klima-Katastrophe rettet.
Gestern ließ der führende Klimawissenschaftler der UNO verlauten, dass der Ausgang der Gespräche "in letzter Minute" entschieden würde. Die Aussichten pendeln, von Tag zu Tag, zwischen Hoffnung und Verzweiflung.
In Momenten wie diesen -- wenn alles noch offen ist -- kann der Druck der Weltöffentlichkeit den Ausschlag geben.
Deshalb plant
Avaaz die größte je dagewesene globale Klima-Mobilisierung: Eine
Welle von Aktionen, die auf der Energie des Klima-Weckrufs vom 21. September aufbauen und
bis zum Ende der Verhandlungen in Kopenhagen dauern werden. Über die nächsten 10 Wochen hinweg, werden auf wichtige Ereignisse Anzeigen geschaltet, um "Helden" zu unterstützen und "Sünder" anzuprangern. Gemeinsam mit anderen Organisatoren werden neue Online-Tools entwickelt, um am 12. Dezember einen gigantischen Aktionstag abzuhalten, den kein Entscheidungsträger ignorieren kann.
Gemeinsam können wir die Verhandlungen entscheidend beeinflussen. Aber dafür brauchen wir Ressourcen. Wenn jetzt Tausende von uns einen kleinen Betrag spenden, können wir den Druck auf die Entscheidungsträger mit einer Serie von intelligenten Klima-Aktionen maßgebend erhöhen.
Jede - auch ganz kleine Spende - hilft, die Aktionen zu unterstützen. Hier ein Direktlink auf die Seite von Avaaz:
https://secure.avaaz.org/de/climate_needs_us/98.php?CLICK_TF_TRACK
Noch vor einem Monat sahen die Aussichten auf ein weltweites Klimaabkommen düster aus. Doch im September brachten Avaaz-Mitglieder und Partnerorganisationen Bewegung in die Sache und überschwemmten Regierungsvertreter mit Telefonanrufen, in denen entschiedene Schritte beim Klimaschutz gefordert wurden – die Regierungen haben daraufhin begonnen, wirkliche Zusagen zu machen – in großen Schritten von Japan bis Norwegen. Gordon Brown aus Großbritannien und Lula aus Brasilien haben sich verpflichtet, persönlich an den Gesprächen in Kopenhagen teilzunehmen. Ein Abkommen schien einmal mehr möglich.
Doch mit dem Anwachsen der Hoffnung wurde auch die Opposition entschlossener. Die Lobby für fossile Brennstoffe macht Überstunden, um ein wichtiges Klimapapier im US-Senat zu blockieren. Deutschlands neue konservative Regierung weicht unter dem Druck der Industrie zurück. Und die fortdauernde Hartnäckigkeit von Ländern wie Kanada und Russland, sowie heikle Gespräche, um die Kluft zwischen den armen und reichen Nationen zu schließen, haben die Fortschritte der letzten Wochen – vorsichtig ausgedrückt – brüchig werden lassen.
Sehen wir zu, dass wir nicht zurückbleiben, wenn man uns am meisten braucht. Helfen Sie uns, die anspruchsvollste, mutigste und größte globale Klimakampagne der Weltgeschichte zu finanzieren.
Wir können nicht immer kontrollieren, was unsere Regierungen in unserem Namen entscheiden, aber wir wissen, dass wir darauf einwirken können. Kommende Generationen werden von den Entscheidungen betroffen sein, die heute getroffen werden, doch nur wir haben die Macht, sie zu verändern. Es ist keine Zeit für Ruhe. Nutzen wir den Moment – gemeinsam.
P.S.: Die erste Phase des
Kyoto-Protokolls – des weltweit ersten verbindlichen Klimaabkommens –
läuft im Jahr 2012 aus. Die Gespräche diesen Dezember in Kopenhagen entscheiden darüber, was weiterhin passiert. Diese Gespräche wurden während dreier ereignisreicher Jahre vorbereitet – wenn sie scheitern, dauert es Jahre, um wieder an diesen Punkt zu gelangen.